|
|

Miscanthus - wissenswertes

misca1.jpgMiscanthus, auch Chinaschilf bzw. Elefantengras genannt, wurde ursprünglich in Südostasien als Rohstoff für Matten und Flechtwerk genutzt. 1935 wurde eine hochwüchsige Sorte (Miscanthus x giganteus) nach Dänemark eingeführt und hat sich dort und danach in Mitteleuropa als Zierpflanze weit verbreitet.
Da die Pflanze dem mitteleuropäischen Klima nicht „gewachsen“ ist, kann sie sich hier trotz Blüte nicht eigenständig vermehren.

Auf der Suche nach alternativen Energiequellen wuchs Ende der 70er Jahre das Interesse an dieser Pflanze. Sie wurde als potenzieller Biomasselieferant sowie als Faserpflanze in Betracht gezogen. Durch ihren hohen Trockenmasseertrag von 25 bis 30 Tonnen pro Hektar spielte sie eine große Rolle als nachwachsender Rohstoff.

Ein Jahrzehnt später wurde sie zu Testzwecken großflächig angebaut und auf energetische und stoffliche Verwertungsmöglichkeiten untersucht, doch durch hohe Auswinterungsverluste und andere Faktoren verlor die Forschung immer mehr das Interesse an ihr.

Aufgrund der niedrigen Kohlenstoffbilanz steigt das Interesse heute wieder an und Miscanthus findet daher heute immer mehr Verwendung in Biomassekraftwerken. Etwa ein Hektar Miscanthus liefert die gleiche Energie wie 14.000 Liter Heizöl.

zum Seitenanfang zur Startseite Seite drucken E-Mail-Formular Seite zu Favoriten hinzufuegen